Worum geht es?
Der Birkenspanner ist ein Nachtfalter, der tagsüber regungslos auf Baumrinde sitzt. Wer sich von der Rinde abhebt, wird vom Vogel gefressen – wer sich tarnt, überlebt und gibt seine Färbung weiter. Genau daran lässt sich Evolution beobachten. Drei Zutaten reichen aus:
Jeder Falter trägt ein „Gen" für seine Färbung – eine Zahl von 0 (kreideweiß) bis 1 (rußschwarz). Los geht's:
Tab 1 · Du bist die Selektion
🎯 Auftrag 1
Vor dir sitzt eine bunt gemischte Population. Hier jagt noch kein Vogel – du allein bist die Selektion und bestimmst, wer sich fortpflanzt (wie ein Züchter). Tippe die Falter an, die Nachkommen bekommen sollen – nur die Ausgewählten pflanzen sich fort. Deine Aufgabe: züchte eine möglichst dunkle Population (Ø-Färbung über 0,80) und halte sie dabei auf voller Größe (28 Falter). Wählst du zu wenige Eltern, schrumpft die Population – dann zählt das Ziel noch nicht. Wie wenige Generationen brauchst du?
Achtung: Nur ausgewählte Falter bekommen Nachkommen. Wählst du zu wenige, hat die nächste Generation weniger Tiere – die Population schrumpft (ein Zuchtengpass).
Tab 2 · Die Umwelt übernimmt
🎯 Auftrag 2 · Forschen in zwei Runden
① Beobachten. Die Rinde ist kreideweiß, die Population bunt gemischt. Sieh genau hin: Welche Falter fallen auf, welche sind gut getarnt?
② Vermuten (Runde 1). Ein Vogel frisst gleich die auffälligen Falter. Was passiert mit der Population, wenn die Simulation läuft – auf der weißen Rinde?
③ Testen. Starte die Simulation und beobachte, was geschieht.
Ø Färbung der Population über die Generationen
Tab 3 · Auftrag & Reflexion
Halte fest, was du beobachtet hast, und prüfe dein Verständnis. Die richtigen Antworten füllen deinen Fortschrittsbalken.